Wattstunden (Wh) sind die Einheit für die gespeicherte Energiemenge eines Akkus. Die Abkürzung lautet Wh. Ein Akku mit 500 Wh kann theoretisch eine Leistung von 500 Watt eine Stunde lang bereitstellen – oder 250 Watt für zwei Stunden. In der Praxis hängt die tatsächlich nutzbare Energiemenge jedoch von verschiedenen Faktoren ab.
Was sagen Wattstunden beim E-Bike aus?
Wattstunden helfen dabei, die Größe beziehungsweise Kapazität von Akkus zu vergleichen. Je höher der Wh-Wert, desto mehr Energie kann ein Akku grundsätzlich speichern. Für die Reichweite ist dieser Wert aber nur ein Anhaltspunkt. Unterstützungsstufe, Fahrgeschwindigkeit, Gewicht, Streckenprofil, Reifendruck, Temperatur und der Ladezustand beeinflussen den Verbrauch.
Die Wattstunden ergeben sich aus der Spannung in Volt und der Kapazität in Amperestunden:
Volt (V) × Amperestunden (Ah) = Wattstunden (Wh)
Ein Beispiel: Ein Akku mit 36 V und 14 Ah hat rechnerisch eine Energiemenge von 504 Wh. Die nutzbare Energie kann etwas darunter liegen, weil das Akkumanagement den Energiespeicher nicht vollständig entlädt. Auch Alter und Temperatur können die verfügbare Kapazität beeinflussen.
Wattstunden sind nicht Watt
Watt (W) beschreiben die Leistung, also wie viel Energie ein System zu einem bestimmten Zeitpunkt abgibt oder aufnimmt. Wattstunden beschreiben dagegen die gespeicherte Energiemenge. Ein Akku kann daher eine bestimmte Wh-Kapazität besitzen und gleichzeitig für Motor und Elektronik eine bestimmte maximale Leistung bereitstellen.
Mehr Grundlagen finden sich im Glossar sowie im Beitrag zur Akku-Kapazität.
Kurz gesagt: Wattstunden zeigen, wie viel Energie ein Akku speichern kann. Für die Reichweite sind sie wichtig, aber nicht allein entscheidend.