Definition
Newtonmeter (Nm) ist die Einheit für Drehmoment. Sie beschreibt, wie stark eine Kraft auf einen drehbaren Körper wirkt. Ein Newtonmeter entsteht, wenn eine Kraft von einem Newton an einem Hebelarm von einem Meter angreift. Entscheidend ist dabei der senkrechte Abstand zur Drehachse.
Was bedeutet das am Fahrrad?
Beim Fahrrad spielt Drehmoment vor allem beim Anziehen von Schrauben eine Rolle. Ein Drehmomentschlüssel ermöglicht es, eine Verbindung mit einer bestimmten Kraft anzuziehen. So lassen sich Bauteile sicher befestigen, ohne Schrauben, Gewinde oder empfindliche Komponenten unnötig zu belasten.
Die passende Angabe steht meist direkt am Bauteil oder in der Montageanleitung. Besonders bei Vorbau, Lenker, Sattelstütze, Kurbel und Carbonteilen sind diese Vorgaben wichtig. Sie können je nach Bauteil und Hersteller unterschiedlich sein. Maßgeblich ist daher immer die konkrete technische Vorgabe des Herstellers .
Ein höherer Nm-Wert bedeutet nicht automatisch eine bessere oder stabilere Verbindung. Zu wenig Drehmoment kann dazu führen, dass sich ein Bauteil verdreht oder löst. Zu viel Drehmoment kann Material beschädigen. Die verwendete Kraft hängt außerdem von der Länge des Werkzeugs ab: Je länger der Hebelarm, desto mehr Drehmoment entsteht bei gleicher Handkraft.
Newtonmeter wird gelegentlich mit Leistung verwechselt. Drehmoment beschreibt die Kraft beim Drehen, während Leistung zusätzlich berücksichtigt, wie schnell diese Drehbewegung erfolgt.
Mehr grundlegende Begriffe erklärt das Glossar. Ausführliche Zusammenhänge und Anwendungen findest du im Beitrag Drehmoment.
Kurzfazit
Newtonmeter (Nm) gibt an, wie stark eine Kraft eine Drehbewegung beeinflusst. Am Fahrrad hilft der Wert dabei, Schraubverbindungen passend und materialschonend anzuziehen.