Ein Faltenschloss ist ein Gelenkschloss aus starren Gliedern. Die einzelnen Segmente sind durch Gelenke miteinander verbunden und lassen sich zum Transport zusammenklappen. Zum Abschließen werden sie auseinandergefaltet und um den Fahrradrahmen sowie einen festen Gegenstand gelegt. Verschlossen wird das Schloss je nach Ausführung mit einem Schlüssel oder einem Zahlencode.
Aufbau und Eigenschaften
Im Vergleich zu einem dünnen Kabelschloss bestehen Faltenschlösser aus stabileren, meist metallischen Segmenten. Dadurch können sie einen höheren Widerstand gegen bestimmte Aufbruchversuche bieten. Gleichzeitig bleiben sie beweglicher als ein durchgehender Bügel und lassen sich häufig platzsparend am Fahrrad transportieren.
Die Konstruktion bringt jedoch Kompromisse mit sich:
- Die Gelenke sind technisch komplexer als bei einem einfachen Bügelschloss.
- Das Schloss kann je nach Segmentlänge weniger flexibel sein als eine Kette.
- Die tatsächliche Widerstandsfähigkeit hängt von Bauart, Material, Schließzylinder und Verarbeitung ab.
Ein Faltenschloss sollte so lang sein, dass es den Rahmen und möglichst auch ein Laufrad mit einem festen Anschließpunkt verbindet. Wichtig ist außerdem, es nicht unnötig auf dem Boden liegen zu lassen. Eine passende Halterung kann den Transport erleichtern und verhindert, dass das Schloss während der Fahrt lose am Fahrrad hängt.
Einordnung für die Auswahl
Faltenschlösser sind ein Kompromiss aus Transportmaß, Flexibilität und Widerstandsfähigkeit. Welches Modell zur Nutzung passt, hängt unter anderem vom Abstellort, der Parkdauer und dem Wert des Fahrrads ab. Weitere Grundbegriffe erklärt das Glossar. Hinweise zur systematischen Auswahl bietet der Beitrag Fahrradschloss wählen.
Kurzfazit: Ein Faltenschloss verbindet starre, gelenkig verbundene Segmente mit platzsparendem Transport. Es kann eine praktische Lösung sein, ersetzt aber nicht die sorgfältige Auswahl von Schloss, Anschließpunkt und Abstellort.